Wohnung in Mehrfamilienhaus brennt völlig aus

Pressemitteilung der Feuerwehr Velbert

Einsatz:  Wohnung in Mehrfamilienhaus brennt völlig aus
Einsatzort:  von-Fraunhofer-Straße, Velbert-Mitte
Einsatzzeit:  Donnerstag, 2. Oktober 2014 von 5.38 bis 10.28 Uhr


Alarmierte Kräfte:  Berufliche Wache, drei freiwillige Löschzüge, Werkfeuerwehr BKS, fünf Rettungswagen, zwei Notärzte, Leitender Notarzt (insgesamt über 80 Einsatzkräfte), des weiteren Betreuungseinheit des DRK
 
Relativ  glimpflich  endete  heute  am  frühen  Morgen  ein  Wohnungsbrand an der von-Fraunhofer-Straße. Die Feuerwehr war um  5.38  Uhr  alarmiert  worden,  weil  es  auf  einem  Balkon  des
achtgeschossigen  Mehrfamilienhauses  brennen  sollte.  Als  die ersten  Einsatzkräfte  kurz  darauf  von  der  nur  wenige  hundert Meter  entfernten  Hauptfeuerwache  eintrafen,  stellte  sich  heraus, daß eine Wohnung im ersten Obergeschoß in voller Ausdehnung  in  Flammen  stand.  Brandrauch  war  bereits  in  den Treppenraum  geströmt.  Die  Einsatzkräfte  begannen  sofort  mit der Evakuierung des Gebäudes. Sie wurden dabei massiv von der Polizei unterstützt, die schon in der Anfangsphase des Einsatzes  mit  vier  Streifenwagen  vor  Ort  war.  Insgesamt  33  Bewohner wurden, teilweise mit Fluchthauben geschützt, ins Freie geführt, einige Bewohner aus den oberen Etagen konnten, da keine  unmittelbare  Gefahr  für  sie  bestand,  zunächst  in  ihren Wohnungen  bleiben.  Die  Mieter,  die  das  Gebäude  verlassen hatten,  wurden  zunächst  vom  Rettungsdienst  betreut,  zwölf wurden außerdem wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung untersucht. Eine Behandlung war bei den meisten nicht erforderlich,  lediglich  eine  dreiköpfige  Familie  -  ein 36-jähriger Velberter, seine 32-jährige Ehefrau und ihr erst 14 Tage altes Baby  wurden  vorsichtshalber  zum  Klinikum  Niederberg  transportiert.

Parallel  zur  Menschenrettung  begannen  die  Einsatzkräfte  mit der Brandbekämpfung sowohl über eine Leiter vom Balkon aus wie  auch  über  den  Treppenraum.  Insgesamt  waren  sieben Trupps unter Atemschutz und mit drei C-Rohren tätig. Aufgrund der  Größe  des  Objektes  und  der  Ausdehnung  des  Brandes wurden  die  Alarmstufe  auf  Sirenenalarm  für  Velbert-Mitte  erhöht  und  weitere  Rettungsmittel  nachgefordert,  so  daß  allein die  Feuerwehr  mit  über  80  Einsatzkräften  vor  Ort  war.  Diese hatten das Feuer nach gut einer Stunde unter Kontrolle, konnten aber nicht mehr mehr verhindern, daß das Feuer die Wohnung  völlig  zerstörte.  Offensichtlich  war  der  Brand  bei  seiner Entdeckung schon sehr weit fortgeschritten.

Nach Abschluß der Löscharbeiten hat die Polizei den Brandort beschlagnahmt  und  Ermittlungen  zur  Brandursache  aufgenommen. Noch ungeklärt ist der Verbleib des Wohnungsbesitzers, der sich zur Zeit des Brandes nicht im Haus aufhielt. Die evakuierten  Hausbewohner  wurden  anfangs  in  einem  von  der Rheinbahn angeforderten Bus betreut, nach Eintreffen der Betreuungseinheit des DRK wurden 28 von ihnen zum nahegelegenen  Schulzentrum  Birth  gebracht,  wo  sie  zunächst  in  der Sporthalle  Unterkunft  und  Verpflegung  fanden.  Zur  Zeit  untersucht  ein  Baustatiker  das  Gebäude  auf  strukturelle  Schäden. Die Stadtwerke überprüfen währenddessen die teilweise in Mitleidenschaft gezogene Wasser- und Stromversorgung. Im Laufe des Tages wird feststehen, ob die Bewohner in das Haus zurückkehren  können  oder  aber  zeitweise  anderweitig  untergebracht  werden  müssen.  Das  Ordnungsamt  ist  daher  ebenfalls seit heute morgen im Einsatz. In Vertretung des Ordnungsde-zernenten  war  außerdem  Beigeordneter  Sven  Lindemann  am
Einsatzort.  Bürgermeister  Dirk  Lukrafka,  der  telefonisch  über den  Stand  der  Löscharbeiten  informiert  worden war,  besuchte am  Vormittag  die  in  der  Sporthalle  untergebrachten  Hausbewohner. Offensichtlich  hatten  die  Hausbewohner  großes  Glück,  denn außer  der  Familie,  die  mit  Verdacht  auf  Rauchvergiftung  zum Klinikum transportiert wurde, ist niemand körperlich zu Schaden gekommen. Nach aktuellem Stand haben die jungen Eltern das Krankenhaus bereits im Laufe des Vormittags wieder verlassen können, während ihr Säugling zunächst noch zur Beobachtung im  Klinikum  verblieb.  Die  Höhe  des  Sachschadens  steht  zur Zeit noch nicht fest. Der Einsatz der Löschzüge am betroffenen Gebäude war um 10.28 Uhr beendet, die Feuerwehr steht aber weiterhin mit der Betreuungseinheit des DRK in Kontakt.

Quelle: Feuerwehr Velbert

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